Positionen der BuFaK WiWi

Wir vertreten die Interessen von Studierenden in Themen rund um Studium und Lehre. Hier finden Sie unsere Positionen zu den verschiedenen Themenbereichen.

Ablehnung einer festgesetzten Geschlechterquote

Die BuFaK WiWi lehnt eine allgemein gültige Geschlechterquote ab. Nicht das Geschlecht, sondern Motivation und Qualifikation, sollten die ausschlaggebenden Kriterien bei der Auswahl von Gremienmitgliedern sein.

Anpassung der Semesterzeiten an europäische Standards

Die BuFaK WiWi fordert, die deutschen Vorlesungszeiten an die in Europa und den USA vorherrschenden Muster anzupassen und entsprechend vorzuverlegen. Dadurch soll innerhalb und außerhalb Europas studentische Auslandsaufenthalte und Mobilität gefördert werden.

Abschaffung der erweiterten Attestpflicht bei Prüfungsunfähigkeit

Die BuFaK WiWiübt scharfe Kritik an der fragwürdigen Praxis an Hochschulen, bei Krankmeldung von Prüflingen die Angabe von Krankheitsbildern, Befunden oder Symptomen zu fordern. Zudem sollten Studierende nicht durch unnötige Behördengänge belastet werden und Prüfungsausschüsse haben meist keine medizinisch-fachliche Qualifikation, um Atteste in Frage zu stellen.

Novellierung des BAföG

Die mit der BAföG Novellierung einhergehenden Anpassungen gehen aus Sicht der BuFaK WiWi nicht weit genug und wir sprechen uns für mehrere Änderungen aus, um das Studium für alle Studierenden finanzierbar zu gestalten und eine Chancengleichheit zu gewährleisten.

Sensibler Umgang von Hochschulen mit Studierenden mit psychischen Störungen

Die BuFaK WiWifordert von den Hochschulen einen sensibleren Umgang mit Studierenden, die unter psychischen Problemen leiden. Diese Sensibilität bezieht sich vor allem auf einen Nachteilsausgleich in Prüfungen, einen Ausbau der psychosoziale und psychotherapeutische Beratung an Hochschulen sowie weiteren präventiven Maßnahmen.

Positionierung zur 4 Future-Bewegung

Unter dem Gesichtspunkt des Pariser Klimaabkommens von 2015 und den 4Future Bewegungen möchte die BuFaK WiWiihre Solidarität zum Ausdruck bringen und diese Bewegungen öffentlichkeitswirksam und reflektiert unterstützen.

Exzellenzstrategie

Die Bundesfachschaftenkonferenzder Wirtschaftswissenschaften spricht sich gegen die Exzellenzstrategie, dem Nachfolgeprogramm der Exzellenzinitiative, aus. Aus Sicht der BuFaK WiWi ist eine dauerhafte finanzielle Förderung von Hochschulen durch den Bund sehr begrüßenswert, jedoch darf diese nicht nur wenigen Hochschulen mit starken Forschungsleistungen vorbehalten sein.

Familienfreundliches Studium

Die BuFaK WiWispricht sich für eine Ausweitung der Maßnahmen zur Unterstützung von Studierenden mit Kind aus. Die Forderungen richten sich hierbei insbesondere an die Koordination der Studiengänge sowie die Studierendenwerke.

Internationalisierung

Die Beteiligten der Bundesfachschaftenkonferenzder wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten begrüßen grundsätzlich die Anstrengungen der Hochschulen zur Internationalisierung, wie den Ausbau von Sprachkompetenzen im Studium, Förderung von Auslandsaufenthalten und die Integration internationaler Studierender.

Abschaffung kostenpflichtiger Test als Voraussetzung zur Aufnahme zu Studiengängen

Die BuFaK WiWispricht sich gegen die Verwendung von kostenpflichtigen Tests und kostenpflichtigen Bewerbungsprüfverfahren als notwendige Voraussetzung im Zulassungsverfahren von Studiengängen aus. Dadurch soll eine finanzielle Chancengleichheit zum Anfang der akademischen Laufbahn gewährleistet werden.

Anpassung der Semesterzeiten – gemeinsame Position der MeTaFa

Die BuFaK WiWi spricht sich dafür aus die Semester- und Vorlesungszeiten in Deutschland an diejenigen anderer europäischer Länder anzugleichen und dabei die Hochschulen an der Umsetzung zu beteiligen. Deswegen fordern wir die Umsetzung der „Empfehlung zur Harmonisierung der Semester und Vorlesungszeiten an deutschen Hochschulen im europäischen Hochschulraum“ der 1. HRK-Mitgliederversammlung am 4.5.2007.

Symptompflicht – gemeinsame Position der MeTaFa

Wir fordern, dass zum Nachweis der krankheitsbedingten Prüfungsunfähigkeit eine ärztliche Bescheinigung über die Prüfungsunfähigkeit durch den Prüfungsausschuss von Hochschulen akzeptiert wird. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist dabei einer ärztlichen Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung gleichzusetzen.

Qualitätsmanagement und Lehrevaluation

Die Qualitätssicherung von Hochschullehre ist für die BuFaK WiWi eine zentrale Aufgabe von Hochschulen und deren Fachbereiche. Die Evaluation der Lehrveranstaltungen durch Studierende muss dabei konsequent, transparent und kontinuierlich erfolgen.

Forderung von ausreichend ausgestatteten Arbeitsräumen für Studierendenvertretungen

Die BuFaK WiWi setzt sich dafür ein, dass Studierendenvertretungen von ihren Hochschulen adäquate Räumlichkeiten gestellt bekommen und dass der Anspruch darauf in den Landeshochschulgesetzen festgeschrieben wird.

Wissenschaftlichkeit im Studium

Die Vermittlung von wissenschaftlichen Methoden und die Anwendung von aktuellen Forschungsergebnissen sind für die BuFaK WiWi zentrale Bestandteile von Studiengängen.

Kritische Situation bei der Akkreditierung während SARS CoV-2

Die BuFaK WiWi fordert, alle Verfahren, die nicht zwingend durchgeführt werden müssen, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, um die Qualität der Begutachtung durch online oder Schriftverfahren nicht zu gefährden.

Ablehnung einer allgemeinen Anwesenheitspflicht

Die BuFaK WiWi lehnt eine allgemeine Anwesenheitspflicht ab, da sie der individuellen Studienverlaufsplanung sowie den für viele Studierenden essentiellen Nebentätigkeiten entgegen steht.

Finanzierung von studentischen Initiativen und Gremien

Die BuFaK WiWi setzt sich für Veränderungen in der Finanzierung von studentischen Initiativen ein. Dabei sollten die Höchstbeträge, die maximale Teilnehmendenzahl sowie die Antragsfristen des BMBF auf die Anforderungen von studentischen Konferenzen angepasst werden.

Open Access

Öffentlich finanzierte wissenschaftliche Forschung muss aus Sicht der BuFaK WiWi auch der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Deshalb fordert die BuFaK WiWi die Veröffentlichung aller Forschungsergebnisse nach dem Prinzip des “Open Access”.

Forderung einer pluralistische ökonomischen Bildung

Die BuFaK WiWi appelliert an Hochschulen und deren Lehrende, die Vielfalt ökonomischer Methoden und Theorien in die Studienprogramme einzubauen.

Bedeutung der Qualitätsberichte von systemakkreditierten Hochschulen

Transparenz über die Qualität von Studiengängen für interne sowie externe Statusgruppen ist aus Sicht der BuFaK WiWi zentral für ein umfassendes Qualitätsmanagement. Deshalb fordert die BuFaK WiWi eine konsequente Veröffentlichung der Qualitätsberichte von systemakkreditierten Hochschulen.

Reformierung des Bildungsföderalismus und Auflockerung des  Kooperationsverbots

Die BuFaK WiWi begrüßt die Bemühungen für eine Lockerung des Kooperationsverbots und fordert eine weitreichende Finanzierung der Hochschulen aus einem Bundeshalt, um Chancengleichheit zu schaffen.

Digitale Lehre als fester Bestandteil des Hochschulbetriebs

Errungenschaften der digitalen Lehre müssen auch nach der Pandemie beibehalten, ausgebaut und verbessert werden, um einen Mehrwert für die Studierenden zu bieten. Die digitale Lehre muss ein Ergänzungsmittel zur Präsenzlehre werden.

Forderung von flexiblen Prüfungsan- und Abmeldungen

Hochschulen müssen flexible An- und Abmeldungen für Prüfungen möglich werden lassen. Hierfür benötigt es eine Novellierung der Landeshochschulgesetze, um den guten Beispielen vieler Universitäten Folge zu leisten.

Die gesellschaftliche Verantwortung in der Forschung an deutschen Hochschulen

Die BuFaK WiSo fordert die Landesregierungen alles Bundesländer dazu auf, die Zivilklausel (oder „Friedensklausel“) im jeweiligen Landeshochschulgesetz zu belassen oder entsprechend aufzunehmen.

Kritische Entwicklung bezüglich Masterzulassungsverfahren

Die BuFaK WiWi vertritt die Position, dass Studiengänge mit gleichem Namen nicht generell vergleichbar sind. Hinsichtlich der Bewerbungs- und Zulassungsverfahren für die Masterstudiengänge sind die folgenden neun Punkte unabdinglich.

Langfristige Finanzierung der Studierenden- und Studentenwerke durch Bund oder Länder sicherstellen

Die BuFaK WiWi fordert Bund und Länder auf, sich stärker an der Finanzierung der Studierenden- und Studentenwerke zu beteiligen, um deren ausreichende Finanzierung und Existenz langfristig zu sichern.

Nachhaltige Entwicklung an deutschen Hochschulen

Wir fordern eine strategische und operative Implementierung von Nachhaltigkeit an den Hochschulen. Dies muss Bestandteil der Ziele sein, um den rasanten Wandel durch den bedrohlichen Klimawandel entgegen zu wirken.

Verankerung der Parität in Gremien im Hochschulgesetz

Die BuFaK WiWi fordert eine studentische Beteiligung bei allen lehrbezogenen Hochschulgremien. Die BuFaK WiWi spricht sich gegen die eine Viertelparität aus und hält eine höhere Beteiligung als unbedingt notwendig

Studentische Mobilität effektiv fördern

Die Bundesfachschaftenkonferenz WiWi setzt sich für die aktive und effektive Förderung der Mobilität aller Studierenden ein. Dies beinhaltet vor allem studierendenfreundliche Semestertickets nach dem Solidarmodell sowie eine fahrradfreundliche Infrastruktur und internationale Mobilität.

Vergabe/Zuteilung von Modulplätzen

Ziel der Hochschulen muss es sein, der Wahl der Studierenden angemessene, ausreichende Platzkapazitäten in den Lehrveranstaltungen zur Verfügung zu stellen und den Anmeldeprozess so weit wie möglich zu vereinfachen.